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Säure-Basen Haushalt - Werde ich durch Zitronen "sauer"?

So geht der Körper mit überschüssigen Säuren um

Säuren, Basen und pH-Wert sind Ausdrücke, die jeder schon einmal gehört hat. Was bedeuten sie aber?
Es geht dabei immer um eine Wasserstoff-Reaktion in wässerigen Lösungen. Einige Wasserstoffteilchen haben mehr Protonen als Elektronen. Das heißt, sie sind positiv geladen und damit Wasserstoff-Ionen. In dem Moment, wo diese von einem Stoff in einem wässerigen Milieu abgegeben werden, spricht man von einer Säure. Die Intensität einer Säure wird daran gemessen, wie viele Wasserstoff- oder H+ Ionen freigesetzt werden. Basen hingegen nehmen diese H+ Ionen auf und bilden daraus in wässerigen Lösungen Hydroxid- oder OH Ionen. Der Säure-Effekt wird also neutralisiert. 

Im Ausdruck pH-Wert bezeichnet das H die Wasserstoff-Ionen. Das kleine p wurde von Søren Sørensen, einem dänischen Chemiker, Anfang des 20. Jahrhunderts gewählt, um Lösungen zu bezeichnen, die gemessen werden sollten. Die übliche Skala der pH-Werte reicht von eins bis 14. Unter -3,6 wurde bisher noch kein pH-Wert gemessen. Höhere Werte als 15 können praktisch kaum vorkommen, da die Lösungsfähigkeit des Wassers begrenzt ist. Bei einem Wert von genau sieben wird eine Lösung als neutral bezeichnet. Liegt er darunter, handelt es sich um eine Säure und bei höheren Werten ist die Lösung alkalisch.

Auf die Grenzwerte kommt es an

Nun ist es auch beim menschlichen Organismus so, dass nahezu jeder Stoffwechselprozess in einer wässerigen Lösung erfolgt. Damit spielen auch pH-Werte eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel. Ist der Säure Basen Haushalt ausgeglichen, liegt dieser pH-Wert beispielsweise im Magen auf einem sehr sauren Niveau von 2,0 bis 4,0. In vielen Bereichen sind die Toleranzwerte sehr gering. So betragen sie im Bindegewebe 7,0 bis 7,1 und im Blut 7,3 bis 7,4. 
Schon minimale Abweichungen können hier gravierende Störungen hervorrufen. Eine Unterschreitung des Wertes also eine Übersäuerung wird als Azidose bezeichnet und eine Überschreitung oder eine Untersäuerung als Alkalose. 
Der Säure Basen Haushalt sorgt über verschiedene Systeme dafür, dass die jeweiligen pH-Werte im günstigen Bereich bleiben. Vornehmlich geht es dabei darum, überschüssige Säuren aufzunehmen, umzuwandeln und auszuscheiden. Beispiele sind dafür bestimmte Blutplasma-Proteine sowie Hämoglobin, die Säuren binden können. Über einen Zwischenprozess kommen dabei Natriumchlorid also Kochsalz, Wasser und Kohlendioxyd zustande. Das Kohlendioxyd wird über die Lunge ausgeatmet. Der Rest wird ebenso wie andere Stoffe, die beim Abfangen von Säuren entstehen über die Nieren und den Darm sowie über die Haut als Schweiß ausgeschieden.

Weniger Zitronen aber unter anderem Fleisch-Produkte können eine Übersäuerung zur Folge haben

Leider ist es so, dass wir mit unserer Ernährung den Säure Basen Haushalt empfindlich stören können. Damit sind allerdings weniger Nahrungsmittel gemeint, die üblicherweise als sehr sauer gelten. Zitronen oder auch andere säuerliche Früchte wirken aufgrund der darin enthaltenen organisch gebundenen Mineralstoffe basisch. Insbesondere beim Zink ist bestätigt, dass es einen Beitrag zu einem normalen Säure Basen Haushalt leisten kann. Die Fruchtsäuren hingegen können vom gesunden Organismus gut aufgenommen und umgewandelt werden. 
Das gestaltet sich jedoch bei Verbindungen, die unter anderem Schwefel oder Phosphor enthalten, schwieriger. Angesprochen sind hier vor allem Proteine, die in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft vorkommen. Zudem kann der Säure Basen Haushalt durch den Verzehr bestimmter, vor allem leicht verdaulicher Kohlenhydrate wie in Zucker und Weißmehl, durch eine übermäßige Aufnahme von Kohlensäure und natürlich ebenfalls durch den Konsum von Tabak-Produkten, Alkohol und selbst Kaffee beeinträchtigt werden. Auch eine hektische Lebensweise kann hier ungünstig wirken.

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